Ein Stück vom Glück

Während der OutDoor-Messe in Friedrichshafen hat sich eine kleine Gruppe Abenteurer aufgemacht, um das Trendthema Microadventure selbst zu erleben.

Es müssen nicht immer die ganz großen Expeditionen sein. Manchmal genügt auch schon eine Nacht unter freiem Himmel, um nicht nur die Sterne wieder klarer zu sehen. Da nur wenige Menschen das Glück haben, von ihren Abenteuern leben zu können, bleibt den meisten nur der Urlaub oder kleine Alltagsfluchten nach Feierabend. Wie wertvoll diese wenigen Stunden sein können, haben während der internationalen OutDoor-Messe zwölf Fachbesucher am eigenen Leib erfahren.

 

Als der zweite Messetag schon dem Ende entgegen geht, fängt für die handverlesene Gruppe, die sich im Vorfeld der Messe für das OutDoor Live Microadventure angemeldet hat, das Abenteuer erst richtig an. Mit minimaler Ausrüstung im Gepäck fahren sie zu einem nahegelegenen Waldstück im Deggenhausertal, wo sie bereits von einem professionellen Outdoor-Guide erwartet werden. Von hier aus geht es ohne Navi, dafür mit Karte und Kompass zu ihrem endgültigen Ziel. Die Frische des Waldes empfängt die Gruppe, wo sie an diesem Sommertag im Juni ihr Nachtlager aufbauen. Baumstämme dienen als Bettgestell für Hängematten, andere legen sich mit Isomatten auf den weichen Waldboden, umrahmt von einer Krone aus Blätter- undNadelbäumen.

 

Doch an Schlaf denkt jetzt noch keiner - eher an ein leckeres Abendessen.

Willkommen in der Outdoor-Küche! Um die mitgebrachten Bodenseefelchen, Kartoffeln und Gemüsepäckchen garen zu können, suchen die einen zunächst Feuerholz, während die anderen ein Loch für den Erdofen ausheben. Große Steine bedecken die Erde, die mit Hilfe von Zunder und einem Feuerstein zum Glühen gebracht werden und ein heißes Bett für die in Alufolie gewickelten Fische bilden. Darauf noch eine Schicht Erde und dann heißt es warten. 

 

Zeit zum Kochen, Zeit zum Durchatmen, Zeit ins Feuer zu schauen und Zeit den Sonnenuntergang zu genießen. Das bewusste Wahrnehmen dieser Auszeit in der Natur verbindet die internationale Gruppe aus Deutschland, Holland, Schweden, Portugal und Polen. Denn auch wer beruflich in der Outdoor-Branche zuhause ist, hat einen Alltag fernab von Wiesen, Wäldern, Bergen und Seen und weiß Momente wie diese besonders zu schätzen.

 

Wieso schmeckt in der Natur eigentlich immer alles doppelt so gut?

Inzwischen sind die Fische im heißen Erdloch fertig gegart und kommen zusammen mit dem Gemüse auf den Teller. Wieso schmeckt in der Natur eigentlich immer alles doppelt so gut? Eine Frage, die jeder für sich selbst beantwortet während die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwindet. Nur das Lagerfeuer wirft jetzt noch seinen goldenen Schein auf die Abenteurer, die nach und nach in ihre Schlafsäcke kriechen. Schließlich ist morgen wieder ein Messetag und nach dem ersten Kaffee zum Sonnenaufgang packt die Gruppe zusammen und macht sich auf den Rückweg. Noch schnell eine Dusche im Hotel und schon geht das OutDoor-Programm weiter - nur dieses Mal eben auf dem Messegelände in Friedrichshafen. 

 

 

© Messe Friedrichshafen



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